Italien zu Fuß entdecken
Den Comer See zu Fuß entdecken
Er ist seltener Zielder Italien-Urlauber, die an einem italienischen Alpensee Urlaub machen wollen – der Comer See. Hinter dem Gardasee und dem Lago Maggiore ist er der drittgrößte See Italiens. Der „Y“-förmige See liegt wie auch die anderen großen Seen in der Lombardei. Er bildete sich durch den Abschmelzungsprozess der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit zu einer solch außergewöhnlichen Form.
Inmitten der norditalienischen Alpen wirkt der See ein wenig abgeschottet. Die Adda hält den Fluss ständig in Bewegung und die unbewohnte Isola Comacina liegt in den sanften Wogen des Wassers. Der Comer See lockt gleichzeitigmit Beschaulichkeit und regem Treiben. Tourismus ist in der Region zwar vorhanden, doch kaum merklich. Auch während der Hauptreisezeit wirkt die Region eher still und unberührt.
Die Besucher des Comer Sees schätzen genau diese Stille. So können sie leicht ohne viel Trubel ihren Urlaub ganz nach dem persönlichen Empfinden gestalten. Meist kommen Reisende am Comer See in Ferienhäusern oder Ferienwohnungen unter, da diese die Gemütlichkeit noch zu unterstreichen scheinen. Der Eine oder Andere gönnt sich zudem den Luxus einer Ferienvilla am Wasser. Schon der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte ein kleines Häuschen am See.
Der See beherbergt zahlreiche Möglichkeiten die Freizeit kreativ zu gestalten. Nicht nur Angler, Surfer und Wanderer finden ihren Spaß am See, auch Radfahrer und Familien haben genügend Platz sich zu entfalten. Besonders beliebt bei Groß und Klein sind die Bootstouren über den Comer See. Aber auch die Wanderwege rund um den See entsprechen den meisten Ansprüchen.
Von flachen Wanderwegen für Familien mit Kindern und weniger Trainierte bis zu steilen Strecken auf dem Piz Tambo, den höchsten Gipfel der Valchiavenna-Berge für gut konditionierte Wanderer ist alles dabei. Auch der Wanderer, der lange Touren plant, kann einige Strecken planen. Rund 60 Kilometer liegen zwischen Nord- und Südufer, die Strecke lässt sich gut in kleinere Etappen einteilen. So kann man entlang des Sees die Dörfer entdecken und die Natur auf sich wirken lassen.
Der alte Handelsweg, der Sentiero del Viandante, der die Orte Como und Chiavenna verbindet, ist ein rund 90 Kilometer langer Weg. Der Weg lässt sich aufgrund seiner damaligen Funktion besonders gut in Teilabschnitte einteilen und ist ein bekannter Wanderweg. Eine spezielle Wanderkarte informiert über Etappen, Sehenswertes und Möglichkeiten der Verpflegung vor Ort.
